Wo das Licht hin gehört

Ich wringe mein Hirn

Denke zurück

An sonnigen Tagen

Gefühltes Glück

Ich war mal wer

Zumindest für mich

Doch das ist vergangen

Ich erinnere mich nicht

Rannte ohne Schmerz

Sprang ohne angst

Heut‘ bibbert mein Herz

Wenn du ein Spaziergang verlangst

Ich bin doch noch ich

Oder wer bin ich jetzt

Ich sah keinen Wandel

Trotzdem ist es gesetzt

Trübe tage

Wo das Licht hin gehört

Krumme Gedanken

Völlig verstört

Kur?

Heute war ich wiedermal bei meinen Psychaiter, und er kann, wie immer, nicht viel mit mir anfangen. Er fragt dieselben Fragen, und ich gebe die selben Antworten. Wir, bzw. ich komme einfach nicht mit meinen Problemen weiter. Die ganze Welt will mir was und das was ich will, will die Welt nicht. Zumindest kommt es mir so vor. Mein Kopf steckt voller Ideen, doch ich bekomme sie nicht raus. Wenn ich mal versuche meine Gedanken zu vermitteln versteht keiner was ich wirklich will. Meine Gedanken, meine Pläne, meine Ideen sind für die meisten Menschen die ich kenne, zu anarchisch, zu wirr. Ich weis was ich meine und will. Ich kann es nur sehr schwierig anderen klar machen. Jetzt hat mein Psychiater vorgeschlagen eine Kur zu machen. Drei bis vier Wochen in der Knüste sollen helfen. Na ja! Ich glaube es nur nicht. Vielleich kurzfristig aber nicht auf dauer.

Was heißt denn oldcrazy

Es ist einfach eine Tatsache, das ich für ein großteil der Gesellschaft als alt gelte. Nicht für mich oder für leute die die Realität des Lebens bewußt sind, aber für die die so waren wie ich einst war. Leider fühle ich mich diesen Leuten näher als die meisten Leute in meinem Alter.
Crazy, weil ich aufgehört habe mir selbst die Frage zu stellen, ob ich, in anbetracht meiner Erfahrungen, die wiederum etwas mit dem Alter zu tun haben, also ob ich verrückt werde. Ich bin es schon lange, und das ist gut so!

Es geht weiter, auch wenn es vorbei ist

So, der Geierabend ist vorbei. Zumindest im diesem Jahr. Wie immer, bin ich nicht sicher, ob ich das für Gut oder Schlecht halten soll. Der Geierabend ist für uns Darsteller und Musiker nicht nur Spaß und Freude, aber immerhin eine Arbeit die uns befriedigt. Kaputte Knochen, fehlender Stimmen und Kreislauf-Probleme begleiten uns durch diesen alljährlichen Marathon. Monate langes Diskutieren, Planen, Kreativ sein, gefolgt von ca. zweieinhalb Monate Proben und dann das „schöne“ Teil, viele Auftritte (in diesem Jahr 40), zerren ganz schön an die Nerven. Wir schimpfen, stöhnen, fluchen, aber wir wollen es alle so haben. Der Applaus und die Freude bei den Zuschauern belohnen ungemein.

Natürlich verdienen wir auch unser Geld mit dem Geierabend. Es hilft so ein gutes Stück durch das Jahr, ist aber bei weitem nicht soviel wie manche glauben. Diese Zeilen schreibe ich auch nicht um nur zu jammern. Es ist ein wohliges Gefühl von boah und was kommt jetzt. Ich bin froh teil dieses Ensembles zu sein. Ich bin froh mit solch Menschen zusammen zu arbeiten,  sich zu lieben, sich zu streiten, sich auf die Nerven zu gehen, sich immer wieder in den Armen zu nehmen und zufrieden zu sein mit dem Produkt.

Zufrieden zu sein mit dem Produkt heißt, wir haben unseres dazu getan einen Programm auf der Bühne zu bringen, die sich sehen lassen kann. Natürlich gibt es nicht für jeden Zuschauer die perfekte Show. Es gibt immer wieder hier und da mehr oder weniger Kritik. Der eine Zuschauer findet dies gut und der Andere das. Ich möchte mich auch noch mal aus tiefsten Herzen bei den Zuschauern bedanken, die das Ganze sehen, auch wenn es nicht immer 100% bei allen zündet, unsere Arbeit trotzdem anerkennen und zu dem Produkt Geierabend halten.

Auch wenn es furchtbar kitschig klingt: Ich liebe Euch!

Freie Kultur

Ich bin schaffender in der freien Kultur. Was heißt das für mich? Offensichtlich, oberflächlich bedeutet es dass man nicht staatlich subventioniert wird. Es heißt aber auch, dass ich frei bin indem was ich mache. Ich muss und will nicht eine Idee damit beginnen mit fragen wie: Wer macht was, wie viel kostet es, wie sieht die Ausstattung aus. Es geht mir um die Idee an sich.
Meine Ideen sind gut oder schlecht, spannend oder öde, überlegenswert oder Papierkorb reif. Finde ich eine Idee gut, denke ich darüber nach wie es sich entwickeln könnte, was es aussagt und oder wie und was passieren muss, damit es so wird wie es sein soll. Viel später frage ich nachdem wer, wie, was das kosten könnte.

Beispiel: Ich denke es wäre schön kleine Videos zu drehen um sie dann im Internet zu präsentieren. Mein Hauptanliegen sind die Videos und ihre Aussagen, und nicht was ein Kamera-Mensch kostete, oder ob ich für wie viel Geld Drehgenehmigungen bezahlen muss. da lande ich schnell bei Beamten-Kultur. Erst ein Budget und dann überlegen was ich mit den Ressourcen anfangen kann.