Juli 25 2010

STURM

Für manche Leute ist ein Sturm ein Sturm. Für andere ist ein Sturm halt ein Sturm. Wenn, z.B., jemand Morgens im Zelt liegt, wach und ängstlich, ist ein Sturm, oder kann ein Sturm ganz schön bedrohlich wirken, besonders wenn man oder Frau sich nicht ganz mit den Eigenheiten oder Aufbau des oder überhaupt eines Zeltes vertraut ist. Die technischen Gegebenheiten eines Zeltes in Verbindung mit den „normalen Leinen“, oder Sturmleinen“ sind nicht für jeden ganz durchschaubar.

Das Aufblähen des Zeltes ist noch lange nicht so schlimm wie es manchmal zu sein scheint. Ein Abheben des Daches führt auch noch lange nicht zur Katastrophe, solange man sich in der Schlafkabine aufhält. Falls die Schlafkabine verweht, wird es erst im Moment des Aufpralls wirklich spannend. Ansonsten ist eine Reise meist lustig, und eine Luftreise erst recht.

Falls man sich bei dem selben „Sturm“ im tiefsten Schlafe befindet, warm eingekuschelt und von schönen Träumen umhüllt, ist so ein „Sturm“ erst recht Grund genug um sich noch tiefer einzukuscheln, wenn man sich mit den technischen Gegebenheiten eines Zeltes in Verbindung mit den „normalen Leinen“, oder „Sturmleinen“ ein wenig auskennt.

Befinden sich diese beiden Spezies im selben Zelt, zieht meist der Zweitere aufgrund des Meckerns des Ersteren den kürzeren, und muss sein Kokon, die wohlige Umarmung seines Mümmelns verlassen. So gesehen kann ein „Sturm“ für beide Seiten sehr unschön sein. Ja, ja. So ist das.


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Veröffentlicht25. Juli 2010 von rhm52-20 in Kategorie "STORY ((KURZ)GESCHICHTEN))

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