September 30 2011

Und Es bewegt sich doch

07:45 Uhr: Ich bei der Agentur-Job Center. Mir wird mitgeteilt, dass ich  mich nicht in 66, sondern im Gebäude 66a melden soll, aber die machten erst um 08:00 Uhr auf.

08:03 Uhr: Mir wird gesagt, dass ich mich nicht in 66a, sondern im Gebäude 74a melden soll.  Die Gebäude sind groß flächig, und es kommt auch noch eine Straße dazwischen. Ich armer alter beinkranker Man brauch da schon einiges an Zeit.

08:14 Uhr: Hurra, hurra ich bin getz da.

08:19 Uhr: Ich verlasse wieder da Haus, weil ich mir im Bürgerbüro am Rathaus noch eine aktuelle Meldebescheinigung holen muss. Der Rückweg dauert länger, weil ich eine Abkürzung gefunden habe.

08:44 Uhr: Hallo Bürgerbüro.

08:46 Uhr: Wieder draußen und um sechs Euro ärmer. Ab zum Auto, wo ich mit ein  Euro Parkgebühr dabei bin.

08:58 Uhr: Erste Befragung am Schalter. Die ersten Formulare zum Ausfüllen, und einen Termin am 11.10., um das Ganze abzugeben.

09:10 Uhr: Jetzt bin ich in Zimmer 110 und die nächste Befragung beginnt. Diesmal noch viel mehr an Formularen, und weg. Diesmal ohne Abkürzung weil ich es eilig habe.

09:25 Uhr: Krankenkasse, um mir eine Bescheinigung über die Beantragung einer Sozialversicherung-Karte, die ich schon so lange nicht als Selbstständiger gebraucht habe, zu besorgen.

Ca. 2 Stunden, viele Formulare, um 6 Euro und Sprit ärmer und kein Cent mehr in der Tasche. Und was ist nun mit meiner Miete? Vielleicht erfahre ich es am 11.10..

September 29 2011

Oh man! Es dauert

Ich habe beschlossen Nägel mit Köpfen zu machen und meine unvermeidbare Pleite mir selbst einzugestehen. Normalerweise, würde ich jetzt weiter wurschteln und meine Lage negieren (schönes Wort), doch ich habe nach reichlicher Überlegung und Gesprächen mit Freunden (Kollegen), beschlossen die Fahnen zu streichen und mit einem Schilfrohr unter zu gehen.

In den letzten Jahren habe ich zu viele Probleme kontraproduktiv vermischt. Viele Baustellen, mit denen ich nicht klar komme, haben sich gegenseitig aufgeschaukelt. Eine davon gehe ich nun an. Mit Angst und Zittern. Die Punkte, die mich lähmen, sind nicht voneinander isoliert. Alles ist zu einer großen, dunklen Decke verwoben, die mir die Luft zu atmen nimmt. Ich leide an Depressionen, an schwerem Minderwertigkeits-Komplex, an Angstzuständen und ich leide an meinem Genie, das nie wirklich zum Zuge kommt.

Mein Genie, dein Genie. Genie ist für uns alle da. Nur, dass jeder anders damit umgeht bzw. anerkennt. Jeder Mensch ist bei seiner Geburt damit ausgestattet. Es kommt aber meistens nur darauf an, wie schnell es die Gesellschaften schaffen, das Ganze einzustampfen. Es soll ja etwas Besonderes bleiben. Wie immer, bin ich wieder mal abgeschwoffen. Also zurück zum Punkt.

Mein einfachstes Problem, ein Problem, das ich nicht wirklich als solches anerkannt habe und das dann zum Zerstörer meiner Welten heranwuchs, sind die Finanzen.

Man muss nicht Grieche sein, oder Lehmann heißen, um sich selbst zu täuschen. Ich umschiffte meinen Ruin (finanziell) immer sehr geschickt und genieös. Es gibt für mich viele Probleme der geistigen, philosophischen oder so Art. Geld ist Mathe und Mathe ist logisch. Ha ha ha

Heute bin ich verhältnismäßig schwer verschuldet. Verhältnismäßig heißt, dass meine Schulden summa sumarum zwar kleiner sind als bei vielen anderen Leuten, die ich kenne, doch bei mir fehlt, kurz-, mittel- und auch langfristig, ein Gegenwert. Durch meine „Krankheiten“ bin ich im Augenblick nicht in der Lage irgendetwas noch zu bezahlen. Keine Miete, keinen Strom, keine Heizung, keine Versicherungen, kein Nichts. Durch dieses Gemisch, krank und pleite, bin ich gelähmt.

Ich will nicht mehr, dass die Frage nach dem Nichts, und ob das Nichts nichts ist oder vielleicht doch etwas, nämlich nichts ist, mich auch noch bekloppt machen lässt, weil es sich auch noch in meinem Portmonee und auf meinen Konten so ausbreitet, dass die Frage nach dem negativen Nichts mich auch noch belastet (schonwieder geschwiffen).

Ab jetzt gebe ich an einer Front auf. Ich bin pleite, und das tief ins Negative hinein. Meine Gläubiger werden das nicht gut finden, aber ich bin auf dem Weg zum Offenbarungs-Eid, und auch noch vielleicht in die Privat-Insolvenz.

Gestern habe ich mir Adressen von Schulden-Beratern und von der „Agentur“ (Harz lässt grüßen) heraus gesucht. Heute früh, um acht, wollte ich bei denen auf der Matte stehen. Ich war wach, aber nicht da. Ich habe Angst. Trotz aller Bekundungen meinerseits, endlich mal mit meinem Dilemma aufräumen zu wollen, habe ich schlicht weg Angst. Es ist mir, egal wie ich sonst mit der Welt umgehe, peinlich.

Morgen schaffe ich es… vielleicht.

September 17 2011

Nicht Echt

Die Welt ignoriert mich! Es ist vollkommen egal, ob ich hier bin oder nicht, Aber ich kann mich nicht ignorieren, Ich fühle mich so, als ob ich hier bin, da bin und überhaupt, was kümmert mich die Welt? Es geht einfach nicht so weiter, dass sie von mir ernst genommen wird. Machtgier, Verbrechen und fast keine Liebe. Vielleicht habe ich sogar Glück, das Welt mich ignoriert. Ein Problem ist aber immer noch, dass obwohl sie mich nicht will, die Welt trotzdem versucht mich auszulaugen. Lasst euch nicht fesseln, denn das ist alles nicht echt.

 

PS: Es war nichts mit Berichte aus Kanada. Ich hatte da keine Zeit. Fahrt doch selber hin um es selbst zu erleben.Es lohn sich!

Juli 29 2011

Kanada ich komme

Achtung – Dieser Eintrag besteht aus zwei Teilen. Teil eins ist recht positiv und Teil zwei befasst sich wieder mal mit meinem verwirrten Leben. Also! Alles was gleich kursiv ist, muss niemand lesen.

Teil 1

Kanada, ich komme. Ich wurde nach Kanada mehr oder weniger eingeladen. Das letzte Mal, als ich da war, ist schon so lang her, dass ich nicht mal mehr weiß, ob man da noch Englisch spricht. Ich denke schon. Meine Söhne sind Kanadier und waren noch nie da. Auch nicht ihre Mutter. Aber jetzt ist es so weit, und ich zeige meiner Familie meine Wurzeln. Vielleich begreifen sie dann, warum ich ein wenig schräg bin. Fragt man einen US Amerikaner, was er von Kanadiern hält, wird er glatt behaupten, dass Kanada links hinter dem Mars ist, und dass alles, was da wohnt, nicht irdisch sein kann.

Ja, Kanada ist eine Welt für sich. Es ist manchmal so liberal, dass es weh tut. Trotzdem habe ich auch schon aus meiner Kindheit viele gute Erinnerungen. Es ist ein Land, in dem man sehr gut seinen Weg gehen kann, ohne ständig wie in Deutschland geknebelt zu werden. Für mich war dort die Schule ein freudiges Erlebnis. Hell und leuchtend, Lebens übergreifend. Als ich nach Deutschland kam, war alles dunkel, und besonders die Schule. Nun gut, da steckt ein Haufen Subjektivität hinter, aber für mich war das sehr einschneidend. Ich will ja auch nicht hier über meine Einreise nach Deutschland berichten. Das wäre viel zu schwere, traurige Kost.

Mir ist nicht klar, wie ich es mit meiner Familie erleben werde, und ich bin sehr gespannt. Am Samstag (30.07.2011) geht es los und ich werde berichten, was sich da so tut.

Teil 2

Die Reise kostet mir nichts. Ich wurde eingeladen, bin aber, wie ich schon vorher berichtet habe, nach wie vor kurz vor dem finanziellen Ruin. Sowohl die Banken als auch andere Quellen haben mich in letzter Zeit mit einer Jono Strategie ziemlich viele Nerven gekostet. (Erst heißt es Jo Man, und ich habe Hoffnungen, und dann heißt es aber No Man und ich kriege nichts). Das Leben ist sehr verwirrend.

Aber was soll’s? Ich habe keine Lust den Schwanz einzuziehen oder dem Grimm Reaper meine Aufwartung zu machen. Nachdem ich aus Kanada zurückkomme, werden eine Menge Schuldner über mich herfallen. Ich mache es nicht gerne, aber ich werde sie enttäuschen müssen. Ein kleines bisschen mehr Vertrauen der Banken und auch anderer hätte genügt, und mein Finanz-Plan wäre aufgegangen. Es ist nicht die Welt, die ich an Schulden habe, aber wenn ich es nicht zahlen kann, kann es wirklich ein Berg sein, der mich erdrückt.

Falls es jemanden gibt, der mir Vertrauen entgegen bringt, wäre ich für jeden Kredit oder Almosen dankbar. Wie ich es, wie viel und wann ich es zurückzahle, kann man mit ein bisschen gutem Willen aushandeln.

 

Danke

 

Juli 22 2011

Tiefer als Tief

Eine kleine Hoffnung schleicht vorbei
und zack, greift man danach.
Es trägt eine Weile
Eine Weile, so kurz sie auch sei.

Doch kaum da, schon wieder weg
kaum freundet man sich an
ist es nicht mehr wahr
Was war des ganzen Jagens Zweck

Je öfter, desto tiefer, ist der Fall danach
Man hatte es schon fast
Der Himmel riss auf
bis die Hoffnung wieder brach

PS: Lass es doch sein

Juli 10 2011

Depressive Schreibereien

Es ist schon merkwürdig, aber ich kann nur schreiben, wenn ich depressiv bin. Das war schon immer so. Alles an Freude, die ich bereite, mit lustigen Texten und Liedern, entstammt depressiven Phasen. Manchmal mehr, manchmal weniger.

Heute ist es mehr. Ich kann noch so lange suchen, aber ich finde nicht den Ausgang, der mich befriedigen könnte. Wenn ich mich vor einen Zug werfe, hat die Depression gewonnen, und das will ich auch nicht.

Ich habe Therapien gemacht, war in einer Kur und schlucke Pillen. Nichts. Ich weiß nicht, warum ich das hier alles noch tue, tue es aber doch. Kein Ziel in Sicht, Hoffnung habe ich nur noch, damit es sich richtig lohnt es dahin gehen zu sehen.

Kein Geld und hoch verschuldet und keine Bank der Welt hilft. Wer gibt schon einem 58 jährigen, außereuropäischen Ausländer, der auch noch freiberuflich arbeitet, Kohle, obwohl ich in der Lage wäre bei einer Umschuldung, die meinem Gesamt- Kapital-Konzept entspräche, alles zu bezahlen – aber wie schon geschrieben, 58 Jahre, außereuropäischer Ausländer und freiberuflich. Da ich das aber alles selbst verschuldet habe, muss ich damit auch leben.*

Ein kleines Beispiel, wie Banken mit Bittstellern umgehen:

Ich habe Unmengen Anfragen und Anträge im Internet verschickt. Die meisten Banken bzw. Finanz-Unternehmen sagten gleich ab. Einige wollten mehr wissen (Einkommensteuer- Nachweise etc.), und dann sagten sie ab. Eine Bank schrieb, sinngemäß, jau, sieht gut aus. Ich solle doch mal in die Filiale kommen, mit noch mehr Nachweisen, und alles besprechen. Vertrag und so wurden gleich mitgeschickt. In freudiger Erwartung fahre ich Kilometer weit zu einem Gespräch, das auch noch sehr positiv läuft. Zum Abschied heißt es: Wenn das Geld nicht in einer Woche auf meinem Konto ist, soll ich mich melden. Ich fahre also viele Kilometer zurück, mit Hoffnung im Bauch. Viel Theater, Papier und freundlich Auskünfte, und doch schon am nächsten Tag kommt eine E-Mail : Nee, ist nichts. Viel  Verarsche für Peanuts.

Zum Glück bin ich auch noch versichert. Wenn alle Stricke reißen, bin ich tot ein ganzes Stück mehr wert als lebendig. Vielleicht schaffe ich es mehr Ruhe in mein Leben zu kriegen, wenn ich einfach einen Offenbarungs-Eid ablege oder Privat-Insolvenz anmelde. Aber so will ich auch nicht sein. Ich weiß, dass es anders gehen kann, und möchte nicht auf meine alten Tagen noch schmarotzen.

Weg vom Geld. Mein größtes Problem ist immer noch, dass ich das Leben nicht mehr durchblicke. Das Gefühl, keine Zeit für mich zu haben und von allen und allem bedrängt zu werden, kann ich nicht abschütteln. Ich möchte alles richtig machen, doch keine Zeit – es soll alles genau erarbeitet werden, aber keine Zeit – kommunizieren, doch keine Zeit – vielleicht ein Hobby, doch keine Zeit – lieben, doch keine Zeit.

Mein Schädel platzt manchmal vor Ideen. Wenn ich diesen nachgehen würde, würde etwas anderes, was man unter Umständen von mir erwartet, zu kurz kommen. Schon hätte ich ein schlechtes Gewissen und schwups – Depressionen. Es gibt Menschen, darunter auch Arbeitskollegen, die mir sagen – so viele Ideen kannst du gar nicht im Kopf haben. Du machst ja nichts. Du redest nur davon.

TROTZDEM – SCHEIßE.

Jeder Tag ist ein bisschen dunkler. Mir geht es immer nur ein bisschen besser, wenn ich all die Reaktionen meiner Umwelt ausblende. Eine Raupe zieht sich in einem Kokon zurück und kommt als Schmetterling hervor. Als was komme ich, wenn überhaupt, wieder hervor? Vielleicht bleibe ich drin und verstärke noch die Wände, die mich schützen.
Es gibt so viel Negatives in mir, dass es das Positive nicht schafft sich zu befreien. Was oder wer wird wohl gewinnen? Ich oder doch noch ich.
* Falls mich jemand ärgern will und ich länger leiden soll, oder falls mir jemand eine Freude machen will und finanzielle Hilfe anbietet in Form eines privaten Kredites, oder als Mäzen (s.o), schickt doch eine E-Mail, und ich sende mein Kontonummer. Eine krasse Anfrage, doch im Augenblick bin ich mir für nichts zu schade.

Februar 25 2011

Ich muss mich leider bewegen

Ich bewege mich durch eine zähe Masse. Undefinierbar und schwer hemmend. Wohl fühle ich mich nur wenn ich still halte, bzw. stehen bleibe. Die Gegenwart, das hier und jetzt um-schmiegt mich mit Ruhe, Stille, Wohlgefühl. Doch leider darf ich nicht lange inne halten. Alles, was eigentlich nich zu mir gehört, treibt mich weiter. Ich koste die kurzen Momente der Ruhe aus und gehe, gezwungen, wieder in die Welt, die mich quält mit Erwartungen.

Dezember 19 2010

Eine Illusion

Das SEIN ist eine Illusion. Ich versuche darüber nachzudenken, ich versuche ES zu fassen, aber das wird nichts. Solange ich das SEIN, an sich. versuche zu verstehen, kann ich es nicht. Es ist etwas das mich ziemlich anstrengt, weil ich denke das es da sein sollte oder muss. Das Dasein ist begreifbar. Es hat fassbare Elemente. Das Sein sollte doch ein Teil davon sein, kann es aber nicht, wenn man darüber nachdenkt. Das darüber nachdenken oder versuchen es zu verstehen verschleiert es. Man muss es unbewusst erleben. Es muss passieren. Ob meine These stimmt oder nicht, werde ich in der nächsten Zeit versuchen zu ergründen.

November 28 2010

Mein Punkt

Es ist so ziemlich egal, was ich mache. Je mehr ich versuche eine Linie in mir zu finden, desto weiter ist diese entfernt. Ich mache Pläne, versuche Regelmäßigkeiten in meinen Alltag zu bringen, meditiere. Alles brict dann zusammen. MACH DOCH, REIß DICH, DENK‘ NACH, doch all das versinkt in einer Brühe aus Inkonsequenz, aufgeben und negative Strahlung. Ich schaffe es nicht. Ich bin ziemlich autark im Untergang. Ich suche immer noch nach der Pille, die mich wach macht. Ich schlucke Medikamente, habe eine Reha gemacht, Therapien über mich ergehen lassen, und weine immer noch in meinen Kissen, weil ich nicht den Punkt finde um mich aus der Dunkelheit zu hebeln.