Februar 14 2020

IST DOCH WAHR

Ich hab‘ gedacht ich schaffe es
Alle vorzeichen waren gut
Diesmal
Das wusste ich
Klappt es
Doch jetzt
Riesen wut
Schonwieder scheisse
Schonwieder daneben
Ich möchte es einmal
So richtig erleben
Wenn ich A sage
Soll mal A passieren
Die welt soll mich nicht immer
Mit B verwirren
Und sage ich stop
Macht alles weiter
Ganz locker
Ganz heiter
Als wäre ich garnicht da
Da kann man doch schon sauer werden
Ist doch wahr

© 1998 by RHM

Februar 10 2020

CAMPING

Der herbe Geschmack von verbrannten Würstchen aufgelockert mit süßlichen Gewürzen bestehend aus Knoblauch, Rosenpaprika, Obstresten, die noch von wer weiß wann in der Pfanne hafteten und Ungeziefer. So gehört sich das, so ist Camping. Die Sonne geht wunderschön unter und man zündet die Kerzen an. Dieses wohlige Halbdunkel, indem man nicht weiß, welches Insekt sich gerade wohin setzt. Beim Zuschlagen spürt man nur die unangenehme Masse, popelähnlich, zwischen seinen Fingern. Wenn man Gluck hat, kommt Spannung und Abenteuer in Form eines Insekts, das kaum noch von der Größe her mit anderen vergleichbar ist, auf. Haustiere wie Hamster oder Tanzmäuse müssten schon fast hinauf schauen zu manch Spinne und Viech, das so unglaublich groß und fies aussieht, dass es aus Angst niemals von der Wissenschaft studiert oder beschrieben wurde.

Hat man diese Abenteuer überwunden kriecht man auf seine Luftmatratze. Phantasievolle Menschen wähnen auch hier Ungeheuer der Natur. Jedes sich aus der Tagesverkrampfung und Verklebung lösende Härchen am Körper wird zu einem Insekt. Die Luftmatratze quietscht und stöhnt. Es passt sich dem Körper bei jeder Bewegung an. Legt man sich ein wenig nach links, bläst es sich rechts auf und schmeißt einen dann sanft auf dem Boden. Genauso umgekehrt. Wenn der Oberkörper links liegt, müssen ein Bein und ein Arm rechts liegen und das möglichst weit, um als Gegengewicht zu dienen. Oder man legt sich S-förmig, das Heißt Oberkörper links und möglichst viel Knie und Unterschenkel nach rechts. Diese Stellung halten die meisten Menschen nicht eine ganze Nacht im Schlaf durch und werden bei jeder Bewegung entweder tief schlafend von der Matratze geschoben oder werden ganz einfach wieder wach. Dies wiederum fuhrt natürlich zu einem intensiven Bewusst werden der eigenen Bewegungen in der Nacht.

Es kommt dadurch aber auch vor, dass man durch das viele Aufwachen erleben muss, wie oft sich eine Blase füllen kann. Die dann folgende Frage beschäftigt sich mit dem Ort der Erleichterung. Geht man nun die ganzen 100 Meter zum Klo, und dafür müsste man sich etwas überziehen, oder wird es abenteuerlich neben dem Zelt gemacht? Sich letztendlich für das zweite entscheidend, muss das Zelt möglichst ruhig verlassen werden. Nicht zu laut, damit andere Halbschläfer oder gar Pinkler nicht erschreckt werden, bzw. um nicht aufzufallen. Es ist schon eine Sauerei. Das Geräusch des Entleerens ist bei diesem Spielchen merkwürdig laut. Wieder ein Bewusstwerden, und wieder ein Abenteuer. Überhaupt ist Camping hervorragend für das Bewusstsein.

Wohl ausgeruht oder seiner Bewegung bewusst steht man dann am Morgen auf und streckt seinen oft schmerzenden Rucken kräftig durch. Nach der Morgengymnastik wird in der Pinkelschlange am Klo Aufstellung genommen. „Guten Tag, bon Juor, ach hallo.“ Die Kommunikation greift um sich. Danach Frühstück mit schnell erkaltendem Kaffee und fliegenbedecktem Marmeladenbrot. Spülen, waschen, lesen, Strand, schmoren. Hungrig und fast gar bis verbrannt wird kurz vor Geschäftsschluss eingekauft. Der Hunger treibt ungeahnte Blüten und der Einkaufswagen sieht aus wie eine Snackbar. Fast abgefüllt mit allerlei Junkfood und um viel Geld ärmer landet man schließlich wieder auf dem Campingplatz und bereitet sich sein Abendmahl. Der herbe Geschmack von angebrannte Suppe verfeinert mit……

© 1998 by RHM

Februar 10 2020

NICHT EINFACH KOMPLIZIERT

Es ist nicht einfach Kompliziert zu sein
Oder nicht ständig
Aber ich bemühe mich
Bemühe mich
Dass ich glaube
Dass ich irgendwie glaube
Glaub‘ ich nicht
Eine Welt
Die sich immer so schnell dreht
Ist nicht gut für mich
Jubel Trubel Heiterkeit
Kann es jetzt auch nicht weiterbringen
Es ist die Dunkelheit
Die Dunkelheit die so tief
In mir stecktIch glaub’s nicht
Ich glaub’s einfach nicht
Es ist nicht wahr
Nee
Es ist nicht wahr

Februar 7 2016

Ich weiss nicht was soll das bedeuten

Wieso laufen unsere Vorstellungen so gut, aber bei mir gehen die Gefühle immer weiter in den Keller. Eigentlich müsste ich gute Dinge sein. Es kommt aber soviel zusammen das mir die Lust verdirbt. Mein Gefühl von Missachtung durch die Kollegen, oder das Gefühl immer wieder hinter meine eigenen Möglichkeiten hinterher zu hinken. Keine Befriedigung.
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I See me!

Juli 25 2014

Sponty

Mein Leben lang war ich, und bin heute noch, ein Sponti. Leider ließ ich mich durch die Kritik anders denkende Menschen in dieser auf Leistung bezogene Welt, beeinflussen. Frei nach dem Satz „Milliarden Fliegen essen Scheiße, also muss da etwas dran sein.“ , habe ich mich selber eingeschränkt. Das was ich mache konnte nicht gut sein, weil es nicht ausgefeilt, genau durchdacht, recherchiert und und und war. Ich habe meine eigene „Kunst“, mein Gefühl für das wie und das was das ich ausdrücken wollte, immer negiert. Das ist und war falsch. Heute weiß ich, das ich unsere Welt etwas mitteilen kann mit den Mitteln die mir zur Verfügung stehen. Lasst es fließen. Ich habe und werde niemals behaupten, dass das was ich tue der einzig richtiger weg ist, aber ich werde mich nicht mehr gängeln lassen, von Sturköpfe, die mich nicht ernst nehmen. Ich bin mit all meinen „Fehlern“ und Gedanken, Beweggründe, Ziele etc. ernst zu nehmen. Das es bei mir wirklich so schnackelt im Alter von 61, ist nicht zu spät. Vielleicht wäre ich schon längst reich und berühmt oder schon lange Tod, wenn ich mir selber die Treue gehalten hätte. Aber egal was war, wichtig ist was noch kommt. Und ich komme mit Macht.

Juli 13 2014

Freddy

Freddy just wanted to  be
I don’t need more, said he
The sunshine, the rain, the day and the night
That’s all I need to feel alright
A bite to eat and a sip to drink
Will round it all up, I think
But the world wouldn’t let him go his way
So he said goodbye and died last saturday

Hooray

Juli 1 2014

Abwarten

Ich fuhle mich so leer

Versuche zu denken

Schiksal lenken

Doch wohin

Sehe keinen Sinn

Ich will aber dasein

Find’s zwar nicht toll

Weis nich was das soll

Vielleicht wird’s sich regeln

Hauptsache das ich erstmal da bin

Es könnte etwas passieren

Plötzlich würd‘ was geschehn

Oder ich würde es

Plötzlich verstehen

Wissen was das alles soll

Das wäre doch

Das wäre doch toll

Also warte ich noch ab