Ich weis nicht wo es mit der Kultur hingeht, aber zur Zeit gehen mir die Bröttchen aus!
Mai 13 2008

Im Augenblick geht es mir gut

– zumindest nicht ganz schlecht – glaube ich. Ich lebe in eine Welt, die fast immer nicht will wie ich. Schon als recht junger Mensch habe ich den permanenten Druck von Außen bewußt abgelehnt und mich gewehrt. Es fraß mich auf und war immer Feind meines Seins. Ich glaube nicht, daß ich auf dieser Welt bin, um stets, von mir nicht einzusehenden, Notwendigkeiten zu dienen. Es gibt durchaus Notwendigkeiten die für mich nachvollziehbar sind, obwohl ich als Pessimist und Grantkopp ständig darüber meckere, und leide, komme ich diese Notwendigkeiten nach. Ich habe einen Rhythmus mit dem ich fast immer wunderbar zu recht kam. Nicht abgeschottet von dieser Welt, sondern auf meiner Art integriert.
Meine Aufgaben habe ich immer zufrieden stellend erledigt. Nicht umsonst wurden mir Aufgaben angetragen wie Groß-Konzerte (Westfalen Halle Dortmund, Sporthalle Köln etc.), nicht umsonst wurden mir vom Kirchentag 100 000 DM für ein nicht existierendes, und dann im Abschluß hoch gelobtes Projekt angetragen. Ich arbeite nicht schlecht, aber auf meiner Art.
Ich habe Aus-Zeiten genommen für meine Kinder. Ob nun Krabbelgruppe, Kinder-laden oder Schule, alle haben ihre festen Zeiten. Notwendigkeiten die ich nachgehe. Nicht die Äußeren Notwendigkeiten an sich (Termine und Zeiten in den Einrichtungen), sondern die, von mir einsehbare, Notwendigkeit mich um meine Kinder zu kümmern.
Doch es hat sich bei mir einiges verändert. Seit wann oder wieso ist mir einfach nicht klar. Vielleicht liegt es daran, daß ich jetzt wieder mehr Zeit für mich habe. Früher war mein Lebensstil anarchisch. Ich kam, ging und tat was, wo und wie ich es wollte. Die von Außen an mir herangetragenen Notwendigkeiten habe ich locker nebenbei bewältigt, weil ich ansonsten „frei” war. Mit der Familie hat sich vieles vom Grund auf verändert. Ich kam in ein Lebensrhythmus, daß nah dran war am „Normalen”. Meine Frei-Zonen mußte ich anders einteilen. Es war nicht mehr egal ob ich da bin oder nicht, ob ich genug Geld zu einer bestimmten Zeit verdiente oder nicht. Trotz Bewahrung von Frei-räumen fügte ich mich wieder in die „Gesellschaft” ein. Ich schrieb weniger, aber ich schrieb. Ich spielte, musizierte weniger aber ich tat es im Rahmen der Frei-räume.
Jetzt könnte ich von meiner Zeit und Familiären Verpflichtungen her, wieder zurück zum anarchischen Leben. Aber ich mache es nicht. Vielleicht bin ich schon zu gesetzt, vielleicht zu alt, obwohl das kann’s nicht sein, vielleicht bin ich einfach zu faul geworden – vielleicht, vielleicht, vielleicht…..aber irgendwie habe ich immer zuviel zu tun. Die Welt klopft nicht, sie hämmert an meiner Tür, und das lähmt mich. Ich habe daß Gefühl die vielen Anforderungen nicht zu schaffen. Aber ich bin doch jetzt Frei – oder? Wenn ich Zeit habe um zu tun, tue ich nichts. Das betrifft in der Hauptsache meine kreative Seite. Indem ich den Teufel ein wenig mit dem Belzebub vertreibe und zumindest ein paar „offizielle” Arbeiten zu mehr oder wenigen Festen Zeiten erledige, habe ich zumindest das notwendigste teilweise im Griff. Verwaltungkram für mich oder für die GbR der ich angehöre. Ich will es nicht, aber ich muß. Ich soll wollen und will aber nicht sollen.
Seit diesem Jahr mache ich als Präsident des Geierabends offizielle Eröffnungen, so mit Spruch und Band durchschneiden. Es gibt mir ein Hauch von was Neues aus dem alten. Nur es besteht aus 2 Teilen Sollen und nur ein Teil Wollen. Ich muß etwas außerhalb des Geierabends tun, ich muß Geld verdienen. Das Wollen Teil entsteht aus der Tatsache, daß es fast keine Vorschriften für mich gibt. Niemand schreibt mir Texte oder Vorgehensweise vor. Auch wenn ich mit schlechten Deutsch und teilweise unverständlichen Texten (Wirr) hantiere ist es mir egal. Keiner kann mir was vormachen. Ich bin ich. Mein Anarcho kann bei diesen Eröffnungen wieder halbwegs frei laufen. Es ist ein Lichtblick in meinem düsteren Leben.
Auch dieser Text entsteht nicht weil ich es will. Es ist eine Auftrags-Produktion die auch noch in meiner erzwungenen Arbeitszeit entsteht. Ich will nicht damit behaupten, daß dieser Text unnötig wäre, oder nur Zwang. Es hilft auch mir bei der Analyse meines Problems, bei meiner Blockade im Hirn. Vielleicht, aber nur vielleicht kann es mir auch helfen auf dem Weg vom Sollen zu Wollen. Vielleicht bin ich nicht geboren um frei zu sein. Obwohl die frage nach dem warum ich hier bin so nicht geklärt werden kann. Nach berge von Büchern würde ich es wahrscheinlich immer noch nicht wissen. Wenn ich einigermaßen gut drauf bin, beantworte ich mir die frage nach dem Warum mit – ist so – ist nicht zu ändern – joa pfff. Wenn ich schlecht drauf bin…..
Heute ist Donnerstag. Es ist ein schöner Nachmittag und ich sitze auf der Terrasse meiner Familie. Morgen ist dieses Schreiben fällig. Abgabe-Termin. Drei Wochen hatte ich Zeit etwas über meine Gefühle zu schreiben. Es gibt auch so vieles das hier nicht steht, aber wenn ich es schon vor drei Wochen geschrieben hätte, hätte es mir drei Wochen lang verfolgt. Es wäre immer wieder umgeschrieben worden und hätte mich wahrscheinlich noch tiefer in den Wahnsinn getrieben. Ich kann so was nur relativ spontan. Meine besten Lieder, Texte, Gedichte etc. entstanden alle spontan. Ein Text, das nicht nur gebügelt werden muß, sondern auch noch Inhaltlich bearbeitet werden muß, verliert in meinen Kopf. Je länger, desto eher landet es auf dem Müll. Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, daß ich niemals einen Roman schreiben könnte. Ich habe es versucht. War nix. Teile, die mich ansprachen habe ich dann in Kurzgeschichten verarbeitet. Teile, die passierten und nicht erarbeitet wurden. Mein Leben passiert, und ich kann kaum gegen angehen, also lasse ich auch meine „Kunst” passieren.
Geschrieben für meine Psycho-Theapeutin
Oktober 9 2007

Ich bin verrückt, bekloppt, woanders im Kopf.

Ich bin verrückt, bekloppt, woanders im Kopf. Seit nun mehr acht Wochen bin ich offiziell gaga.Ich habe nie wirklich die Notwendigkeit gesehen mein Innerstes an der Öffentlichkeit zu lassen. Ich denke, also bin ich. Ich bin ich und nicht du. er sie es. Diese “Abkapselung” hat mich schon immer gestützt und mir meine Kraft gegeben. Ich muss nicht immer das wiederholen was ich für richtig empfinde, aber jetzt frisst es mich von innen her auf. Das was ich empfinde, bzw. wie ich etwas empfinde, kann ich nicht zu ausdruck bringen.

Ich schlucke Medikamente, Happypills, mothers (fathers) little helpers. Aber mein Körper scheint sich daran zu gewöhnen, und mein Geist findet Wege um die Wirkung zu umgehen. Eine weile hatte ich das Gefühl alles wird besser, wird wieder gut, doch Pustekuchen. Ich fühle ich schlimmer, verwirrter, kaputter als vorher. Vorher war ich nur bekloppt, und wußte es nicht. Jetzt bin ich es immer noch, weis es aber zusätzlich.

Manchmal wirke ich für die Außenwelt ganz Normal. Ich agiere und reagiere so wie man es von mit erwartet. Aber auch das ich nur Fassade. Ich war schon immer ein recht guter Schauspieler, besonders wenn es um mich und meine Belange ging. Ich bin eh davon überzeugt, dass es fast keine Menschen gibt, die wirklich von Grund auf ehrlich mit ihrem Leben und Ansehen umgehen. Besonders nicht wenn es die Gesellschaft, ob Massen oder Individuen, angeht. Sich wirklich verwirklichende Menschen werden entweder für skrupellose Egoisten gehalten, oder für daneben, verrückt, weltfremd.

Manch Musiker, der jede Note empfinden, in der Musik lebt und oft als begnadet angesehen wird, weis nicht wie man Rechnungen bezahlt oder seine Schuhe zumachen kann. Physiker, die sich in der Welt der Quarks, Quanten und all son zeug, bewegen und sich Wohlfühlen, müssen von ihren Frauen vom Institut abgeholt werden, weil sie sonst nicht nachhause finden (habe ich alles schon erlebt – also ich nicht, andere, aber ich habe es gesehen. War dabei.). Entweder schaffen es diese Menschen, dass man sie als Genies ansieht, oder sie kommen ins Heim.

September 27 2007

ABDRÜCKE

Am Ende eines Tages
Fühle ich mich oft zufrieden,
Denn ich weiss genau,
Es ist etwas von mir geblieben.
Und wenn es nur die Fäkalien waren
Die ich im Klo
Herunterspülte.
Ein Fußabdruck im Zahn der Zeit,
Luftwirbel wo ich geh’,
Kratzer auf dem Bürgersteig,
Kann man sie auch kaum sehen.
Geknickte Gräser auf dem Rasen,
Ein ausgesprochenes Wort.
Ein gedachter Gedanke,
Alles besteht
Im Garnichts fort.
Viel Nichts und doch
War ich’s
August 22 2007

Schade dass ich so brav bin.

Vor einigen Tagen, las ich in der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung), dass viele junge Menschen sich durch ihre Offenheit, gerade im Internet, auch zum Teil ihre Zukunft verbauen können. Alkohol-Exzesse, nackt im Stadt-Park oder Ähnliches. Immer mehr Personal-Chefs checken Bewerber im Netz ab. You Tube, Clipfish, My Video und auch Blogs tauchen aus den Tiefen des www’s auf und werfen ein sehr schlechtes Bild auf so manch’ einer.
Mir kann das nicht passieren. Ich suche nicht so bald eine Stelle, muß mich nirgend wo wirklich rechtfertigen. Ich bin Selbständig, ich bin Künstler und ich bin mit 54 für die Deutsche Industrie eh zu alt.
Schade. Schade, schade schade. Ich trinke so gut wie keinen Alkohol und bin ansonsten ein recht ruhiger Mensch. Nackt im Stadtpark traue ich mir schon zu, aber warum. Ich will doch niemanden erschrecken. Genau das ist es. Ich will nicht erschrecken, ich will mich nicht besaufen. Ich will nur meine Ruhe. Aber ich könnte wenn ich wollte. Eigentlich gut zu wissen.

August 11 2007

Zusammenführung

01.01.2007 – 12:19:19

Frohes neues Jahr, wünsche ich allen. 2007. Wieder und wieder dreht sich das Jahres-Karussell. Jedes Jahr hoffe ich, dass es besser werden möge. Im Grunde genommen geht es mir, im Vergleich zu vielen Menschen auf dieser Welt, recht gut. Nur in meinem Universum stimmen die Verhältnisse nicht. Ich rutsche immer weiter in den Schulden – ich verdiene einfach nicht genug für meine Ausgaben, und wenn ich mal anfange zu sparen, kommt irgend eine Scheiße dazwischen – , meine Gesundheit lässt zu wünschen übrig – ich habe nicht die Ruhe, Zeit oder, s.O., nicht das Geld um mich richtig zu pflegen.- , und überhaupt ziehen ständig dunkle Wolken über mein Leben. So ist das halt wenn man, wie ich, Profi-Pessimist ist. Nicht jammern und picheln, sonder Hammern und sicheln, doch mein Hammerstiel ist angeknackst und meine Sichel stumpf.
Trotzdem habe ich immer wieder zum Jahresanfang das Gefühl – es geht aufwärts -. Immer wieder aufstehen und immer wieder sagen es geht doch.
Ich bin und bleibe wahrscheinlich ein Chaot. Ich versuche in Bewegung zu bleiben, auch wenn etwas in mir sagt – leg dich lieber hin -, aber es gibt noch soviel zu tun und zu erleben.
Ich wünsche alle Menschen, wie schon oben gesagt, ein gutes, ein schönes, ein glückliches neues Jahr! Nehmt mich als negatives Beispiel und macht es besser.
Es könnte natürlich auch sein, dass es mir in diesem Jahr doch noch endlich gelingt aus meinem Loch zu klettern, dann nehmt mich als positiven Beispiel. Ach macht doch was ihr wollt!

10.11.2006 – 17:22:05

Und schonwieder muss ich meckern. Die Sonne schien, der Tag war mein Freund und das konnte mein Bremszylinder überhaupt nicht ab. Fast 300 Eier hat der Spass meines Zylinders gekostet. Ich bin immer pleite und darüber hinaus auch noch recht hoch verschuldet. Ich versuche hin und wieder einen Finanzplan auf die Beine zu stellen und dann das. Na ja, es gibt millionen von Menschen die es noch schwerer haben als mich, aber es nervt trotzden gewaltig. Im grunde meines Herzens bin ich eigentlich ein fröhlicher Mensch, doch es schwindet immer mehr.

07.11.2006 – 18:35:33

Schon alleine das Schreiben meines gestrigen Textes hat mit einen Schub gegeben. Die Kreativität ist ein wankelmutiges Wesen. Es ist zumindest im Augenblick irgendwo auf Wanderschaft. Ich habe eine Kerze in meinem Fenster gestellt, und hoffe das sie den weg Heim findet um mich wieder zu erleuchten. Bis dahin werde ich mich mit normales Denken beschäftigen, obwohl???

06.11.2006 – 17:01:40

Heute habe ich auf der Probe festgestellt, dass ich überhaupt nicht mehr komisch denken kann. Na ja, ich denke schon komisch im Vergleich zu den meisten Menschen. Aber das meine ich nicht. Kreativ denken, komische verstehen, etwas sinnlich erfassen und es komödiantisch wiedergeben.

22.06.2006 – 10:15:36

Ich rauche seit 53 Tage nicht mehr, und leide immer noch fast so stark wie am Anfang meines neuen Lebens. Ich hoffe immer darauf, dass ich mich plötzlich feststelle, das ich mich frage: “Warum hast du so daran gehangen?”. Passiert aber noch nicht. Weltmeisterschaft gucken, mit Freunden und oder Familie ist schon schön, aber wenn alle jubeln, trinken und rauchen fühle ich mich schon ein wenig daneben. Jubeln – Ok, Trinken tue ich seit 19 Jahren nicht mehr und Rauchen ist jetzt auch weg. Jetzt wird richtig gejammert:
Ich bin alt, klein, dick, trinke und rauche nicht, bin ständig pleite, ja sogar verschuldet, habe eine menge Krankheiten und und und bin auch noch Pessimist.
Ist der Sommer nicht schön? Ansonsten geht’s mir gut.

Februar 4 2007

Und wie

Es ist Sonntag früh um 12:00 und ich bin schonwieder wach. Die Nacht fängt bei mir immer irgendwie sehr spät an. Ich darf fast täglich auf der Bühne stehen, und für gute Laune sorgen, aber das geht auch an die Substanz. Ganz besonders, wenn es ein Publikum ist, das, zumindest zum großen Teil, lieber nicht gekommen wäre. Natürlich gibt es an solchen Abenden auch viele nette Menschen, die mir aber dann leid tun wenn die Stimmung insgesamt mittelmäßig bliebt. Aber ein zu rolliges Publikum ist natürlich auch scheiß anstrengend. Wat solls? Ich bin schon wieder wach und warte auf die nächste Vorstellung.

Juli 21 2005

Keine blasse Ahnung

Ich habe keine blasse Ahnung davon, was ich hier demnächst schreiben werde. Ich weis nicht ob es jemand liesst oder ob ich es durchhalte. Es wird noch eines an Forschung in anderen Blogs nötig sein, bis ich den, für mich optimalen Dreh bzw. Feeling raus habe, aber ich bin frohgemüth und harre die Dinger die da jetzt kommen.:D