Juli 19 2010

A 40 im Spaß-Stau

Das war ein Sonntag wie man ihn lieben kann. Das Wetter ein Traum, keine Verpflichtungen (zumindest nicht für mich), und ein Fußgängerweg der Superlative. Eigentlich wollte ich nicht hingehen, weil mich solche Massen-Veranstaltungen ziemlich nerven. Ich war aber ausgeschlafen, das Wetter gut und wurde von freudig schauenden Familien-Mitgliedern geradezu genötigt, Spaß zu haben. Also nichts wie hin.
Die Öffis waren schon recht voll, und auf dem Weg von der Haltestelle zur “Auffahrt” kamen wir gut durch. Alles halb so wild, aber als ich dann die Bahn sah, wurde mir ganz anders. Das war Leben pur. Menschenmassen zu Fuß, per Fahrrad oder Skates. Musik lag in der Luft und es duftete nicht nach Abgasen, sondern nach Lebensfreude.
Stau auf der A40
Bunt im Stau
Alles war vertreten. Politische Parteien und Gruppierungen, Dichter, Denker, Maler, Bemalte, Nachbarn, Stars und Sternchen, groß, klein und sehr bunt.
Ich machte bei einem Quiz mit. Fragen zum Vfl-Bochum, und da ich keine Ahnung von Fußball habe, habe ich nach dem Zufalls-Prinzip die Antworten angekreuzt. Es machte einfach Spaß auch in Gesprächen festzustellen, dass die Vfler, die das ganze Spiel machten, zum Teil eigentlich Schalker und BvB-Fans waren. Es tat der Sache aber keinen Abbruch.
Da ich rein privat und inkognito da war, musste ich keine Faxen machen oder präsidial agieren. Auch das trug bei mir zum Wohlbefinden bei. Zwischendurch gab es aber auch Kenner der Szene, die grüßten, und sich dann bis zum Januar (nächster Geierabend) verabschiedeten. Das hat mich natürlich auch ein wenig aufgebaut und mich stolz gemacht über die Tatsache, dass das Ruhrgebiet nicht an dem Geierabend vorbei kommt. Wir im Pott gehören zueinander, und das ist gut so.
Inkognito


Copyright 2020. All rights reserved. by Roman Henri Marczewski

Veröffentlicht19. Juli 2010 von rhm52-20 in Kategorie "Ruhr2010", "STORY ((KURZ)GESCHICHTEN))

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.